Vitamin D


 

Vitamin D weckte in diesem Jahrhundert großes Interesse, es wurde ein entsprechender Zusammenhang mit einer Reihe von Vorteilen für den menschlichen Körper gefunden; gesunde Knochen, Rachitis- und Osteoporosevorbeugung, sie beeinflusst auch die Senkung des Risikos der Entstehung von Herzkrankheiten, Typ-2-Diabetes mellitus, Bluthochdruck sowie von Darm- und Analkrebs (Lee 2008; Wang 2008; Dobnig 2008; Holick 2010). Im November 2010 erhöhte das US-Medizininstitut (FDA – Food and Drug Administration?) den täglichen Bedarf an Vitamin D.

Die empfohlene Verzehrmenge für Vitamin D beträgt für eine erwachsene Person zwischen 5 und 15 µg, ältere Menschen weisen einen höheren Bedarf an Vitamin D auf. Man kann dies mit der üblichen Verzehrmenge des Vitamin D vergleichen, die bei Erwachsenen 2-3 µg beträgt (Nowson 2002).

Champignons sind eine Vitamin D-Quelle, genauso wie Fische, Eier oder Margarine. Es ist völlig selbstverständlich, dass in diesen Pilzen Vitamin D2 (Ergokalciferol) entdeckt wurde. Wild wachsende Pilze wandeln dank der Wirkung der Sonnenstrahlen den Reichtum an Ergosterol (Provitamin D2) in von Ergokalciferol um. Pilze in Europa enthalten in der Regel zwischen 2 und 40 µg  Vitamin D/pro 100 g (Mattila 1994; Mattila 2002; Teichmann 2007). Sogar gekaufte Pilze können über 20 µg bilden, wenn sie für ein Paar Stunden der Mittagssonne ausgesetzt werden (Simon 2011). Nach dem Verzehr wird Vitamin D2 in 1,25 (OH) Ergokalciferol umgewandelt. Sowohl Vitamin D2 als auch D3 wirken im Körper auf die gleiche Art und Weise.

Die Kulturpilze enthalten eine geringe Menge an Vitamin D, weil sie für ihr Wachstum kein Sonnenlicht benötigen. Die Bauern setzen in der Regel ihre Pilze nicht dem Sonnenlicht aus, außer von Tätigkeiten, die mit dem Anbau und der Ernte zu tun haben, wo es unentbehrlich ist. Allerdings, wenn die Pilze sogar nur kurz der UV-Strahlung ausgesetzt werden, bilden sie eine Vitamin D – Menge, die die empfohlene Verzehrmenge übertrifft.

Zurzeit sind auf diese Weise verbesserte Pilze in den Supermärkten in Australien, in den USA und in Kanada zu kaufen. Die Bauern ahmen die Natur nach, indem sie ihre Pilze der UV-Strahlung aussetzen. Lediglich 2-3 Sekunden werden benötigt, um den Umwandlungsprozess in Vitamin D zu aktivieren.

Infolge der Untersuchungen an der University of Western Sydney, die ergaben, dass die UV-Strahlung den Vitamin D-Spiegel in Pilzen steigert, verbesserte die Pilzbranche in Australien die US-Techniken und passte sie ihrem Anbausystem so an, damit die Konsumenten in Australien in ausgewählten Läden an Vitamin D reichere Pilze bekommen; seit September 2011 (Koyyalamudi 2009; Koyyalamudi 2011).

Das in Pilzen enthaltene Vitamin D kann leicht aufgenommen werden (Outila 1999; Jasinghe 2005; Koyyalamudi 2009) und es fördert das Knochenwachstum (Calvo 2012). Mindestens 85 % des Vitamin D bleibt in den Waldpilzen erhalten, wenn sie fünf Minuten gebraten werden (Mattila 1999). Überdies werden nur sehr geringe Vitamin D2-Verluste festgestellt, wenn Pilze acht Tage (Koyyalamudi 2009) oder sogar drei Monate lang kühl gelagert werden (Mattila 1999). Dies bedeutet, dass Pilze für den Konsumenten eine sehr nützliche Quelle von Vitamin D sein können, sowohl die, die roh, als auch die, die behandelt verzehrt werden.

Es bedeutet, dass das in Champignons enthaltene Vitamin D eine einfache und leckere Lösung werden kann, Ihre tägliche Diät zu ergänzen.

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