MINERALSTOFFE IN CHAMPIGNONS


 

Es gibt viele Mineralstoffe, die in Pilzen gefunden wurden, die für die korrekte Funktion unseres Körpers unentbehrlich sind. Am häufigsten kommen vor: Kalium, Phosphor, Kupfer und Selen. Man kann in ihnen auch Magnesium, Eisen und Zink finden, allerdings in kleineren Mengen.

Kalium ist ein natürlicher Mineralstoff, der in Pilzen und pflanzlichen Produkten vorkommt und spielt eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts in dem Wasser-Elektrolyt-Haushalt. Der Verzehr von Pilzen kann etwa 10% des Tagesbedarfs an Kalium decken. Eine kaliumreiche Diät hält den richtigen Blutdruck aufrecht, d. h. sie beugt der Hypertonie vor. Dies schützt wiederum vor Schlaganfällen.

Eine Portion Pilze deckt ungefähr ein Viertel des Tagesbedarfs an Kupfer. Kupfer ist sehr wichtig für die Bildung der roten Blutkörperchen und der antioxidativen Enzyme, also Stoffen, die im Körper natürlich gebildet werden, wie z. B. die Superoxid-Dismutase. Es ist auch an der Energieerzeugung sowie der Bildung der Sehnen und der Neurotransmitter beteiligt, wie etwa des Noradrenalins.

Eine Portion Pilze liefert 10% des Tagesbedarfs an Phosphor. Seine wichtigste Aufgabe ist es, in Verbindung mit Calcium, die Struktur der Knochen und der Zähne zu bilden. Die übrigen Aufgaben des Phosphors beziehen sich auf die Energieumwandlung, er ist ein wichtiger Bestandteil des ATP; energiereiche chemische Bindungen, die für die Muskelkontraktion unentbehrlich sind.

Selen ist eins der natürlichen Anitoxidantien, das hilft, der Bildung von freien Radikalen vorzubeugen, und eine Portion Pilze kann ca. ein Viertel des Tagesbedarfs an diesem Spurenelement. Der Selenmangel kann sowohl zu Herzkrankheiten führen, als auch zur Entstehung von Tumoren beitragen. Champignons enthalten mehr Selen als Gemüse.

Eine Portion Pilze (100 g oder drei offene Champignons) sind ein einfacher Weg, um die Menge an Mineralstoffen zu erhöhen, die dem Körper geliefert werden und das zum Preis von wenigen Kilojoule.

Tabelle 3. Mineralstoffe in einer Portion (100 g)

Nährstoffe

Champignons (100g)

%RDI/AI

Männer

Frauen

Kupfer (µg)

342

20%

28%

Selen (µg)

15,4

22%

26%

Phosfor (mg)

110

11%

11%

Kalium (mg)

310

8%

11%

 

% RDA = empfohlene Verzehrmenge (entspricht dem Tagesbedarf an Nährstoffen für einen durchschnittlichen Erwachsenen pro Tag )

% AI = ausreichende Verzehrmenge. Die Zufuhrmenge eines Nahrungsbestandteils, die ausreicht, um den Bedarf fast aller richtig ernährten, gesunden Personen zu decken, die einer gegebenen Bevölkerungsgruppe angehören. Die Norm findet dann ihre Anwendung, wenn es unmöglich ist, eine Norm zu bestimmen, die der durchschnittlichen Bedarfsmenge entsprechen würde.

mg = Miligramm; µg = Mikrogramm

Quelle: Nutrient Reference Values for Australia & New Zealand 2006; NUTTAB 2010

 

BALLASTSTOFFE IN PILZEN


 

Eine Portion Pilze liefert ca. 1,5 g Ballaststoffe, d. h. etwa 5-6% des Tagesbedarfs eines Erwachsenen an diesem Nahrungsbestandteil. Wenn Pilze gekocht werden und etwas Wasser verlieren, steigt der Ballaststoffgehalt auf 2,7 g/pro 100 g.

Rohfasern in Pilzen sind in der Regel wasserunlöslich. Ihre Zellwände bestehen zum Teil aus Chitin und β-Glucan (Beelman 2004; Wu 2004). Cellulose ist Bestandteil der pflanzlichen Zellwände, Chitin erfüllt bei Pilzen eine ähnliche Rolle.

Ballaststoffe haben viele Vorteile, die Rohfasern bei Pilzen können aber verschiedene ernährungs-physiologische Vorteile haben, die vergleichbar mit denen sind, die in pflanzlichen Nahrungsmitteln gefunden wurden. Chitin ist besonders daran beteiligt, den richtigen (gesunden) Cholesterinspiegel im Blut aufrecht zu erhalten. Ungefähr 15%  der gesamten Ballaststoffmenge bei Pilzen macht die resistente Stärke vom Typ 1 (Dikeman 2005) aus, die als Präbiotikum fungieren kann, indem sie das Verdauen der aus dem Essen stammenden gesunden Bakterien hindert, die sich im Dickdarm befinden. Die Bakterien produzieren chemische Verbindungen (z. B. Buttersäure), die die Schleimhaut des Dickdarms vor Krebskrankheiten schützen.

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